Die Exponate der Ausstellung "shelter" erzeugen ein recht nüchternes
Display.
Monochrome Zeichung neben einer gerahmten zweiteiligen Arbeit - eine
kleine Gruppe Heftklammern in geplanter Reihe auf Büttenpapier
getackert.
Referenzen in die Minimal Art erscheinen dem Betrachter unumgänglich, auch
wenn Fabis selbst dies nur als Ergebnis des Arbeitsprozesses bestätigen
möchte. Die Näherung an ein Sujet und die Art und Weise, in der sie die
Realisierungsphase durch gesetzte Prämissen bei der Medien- und
Materialwahl leitet, führt zu den uns vorliegenden Essenzen
in klarer Formsprache.
Der Ausstellungstitel "shelter" - die Unterkunft, Schutzhütte,
Fluchtburg - den Sie Ihren durchweg titellosen Exponaten
übergeordnet an die Hand gibt, mag auf einen geschlossenen Raum, ein
geschlossenes System in Abgrenzung zum Äußeren, Weiten und Fremden
hinweisen, jedoch ist das Innere nicht ohne das Äußere zu verhandeln.
Jeannette Fabis schafft mit "shelter" ein Basislager und damit den
Ausgangspunkt für Sondierungen ins Off.
Die gezeigten Arbeiten entstanden in den Jahren seit 2002 und bilden einen aussagekräftigen Exzerpt aus Fabis Oeuvre.
Jeannette Fabis lebt und arbeitet freischaffend in Hamburg.
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