27.10. - 02.11.2005EINSplusZWEI - Keine Liebesgeschichte
geöffnet: Do-Sa 20-23+ Uhr und Mo 11-18 Uhr
sowie nach Vereinbarung (0163 26 37 333)
"Es geht nicht um Einsamkeit, auch wenn alles aus ihr entsteht." (M. L. Felixmüller)
Die Fotoreihen von Maria L. Felixmüller sind Indikatoren Ihres eigenen Suchens. Die mit digitaler Technik aus dem Consumersegment aufgenommenen Bilder scheinen ihr den Dialogpartner stellen zu können, der für die Intimität ihrer Fragen nach dem eigenen Weg, dem Selbstverständnis ihrer Arbeit und verbundener künstlerischer Identität so nicht existiert.
Denn nichts ist von größerer Nähe als der eigene Blick. Doch diesem gesund zu misstrauen und um die zwangsläufig entstehenden Unschärfen zu wissen, gehört ebenso zu ihrer Reflexion, wie das herausgeschälte Statement zum Stand der Selbstermittlungen offen zur Disposition zu stellen.
Die Fotografie gibt der Studentin der Hochschule für Grafik und Buchkunst zu Leipzig die Möglichkeit, ganze Streifen oder Fragmente von einigen wenigen Ansichten die der Alltag bereithält, zu sammeln, um rekursiv in der Beschäftigung mit diesen, sich auf das Experiment einzulassen, eine formale Lösung zu finden, die Erfahrungen greifbar machen kann.
Nicht die fotografische Technik der einzelnen Aufnahme bildet den Fixpunkt ihrer Arbeit, sondern die Auseinandersetzung mit Zusammenhängen der komplexen Vorgänge individueller Existenz, welche ähnlich ihrem Fotografiearchiv aus unzählig gereihten Augenblicken besteht.
Dass aus einem riesigen Fundus scheinbar nebensächlicher Momente durch das Sortieren, Tauschen, Verwerfen, Hinzufügen und Gegenüberstellen eine Narration in Szenen entsteht, die nicht nur den Zweck der Selbstdarstellung erfüllt, sondern den Betrachter in diesen individuellen Erfahrungskreis der Selbstsuche einbeziehen vermag, um ihn im Ideal auf sich selbst zurückzuwerfen, beschreibt Felixmüllers Verhältnis zu Ihren Bilderwelten. Es geht um den Kontakt - das Display als Handreichung aus dem Kokon.
Die Ausstellung "EINSplusZWEI - Keine Liebesgeschichte" wird am 27.10.2005 ab 19 Uhr im Ausstellungsraum hafen+rand, Galerie auf St.Pauli, Friedrichstr.28 / Hans-Albers-Platz, 20359 Hamburg eröffnet.